Espresso ist ein werktäglich erscheinendes Konsumentenmagazin, das vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) produziert wird. Es gehört zu den etabliertesten Informationsformaten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und hat sich auf die Vermittlung von Inhalten spezialisiert, die den Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern unmittelbar betreffen. Die Berichterstattung umfasst ein breites Spektrum, das von Produkttests und Preisvergleichen bis hin zu fundierten Analysen rechtlicher Fragestellungen reicht.
Die inhaltliche Ausrichtung des Formats ist darauf ausgelegt, komplexe Zusammenhänge in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und Recht verständlich darzustellen. Ein wesentliches Merkmal der Redaktionsarbeit ist die kritische Prüfung von Werbeversprechen sowie die Konfrontation von Unternehmen, Berufsverbänden und Behörden mit konkreten Missständen oder Konsumentenbeschwerden. Dabei fungiert die Sendung häufig als Schnittstelle zwischen dem Publikum und offiziellen Stellen, indem sie reale Fälle aus der Hörerschaft aufgreift und journalistisch aufarbeitet.
Neben der reinen Informationsvermittlung bietet das Format praktische Lebenshilfe. Dies geschieht unter anderem durch die Einordnung neuer Gesetze, Warnungen vor aktuellen Betrugsmaschen oder Hinweise zum Datenschutz und zur Nachhaltigkeit. Die Beiträge sind darauf ausgelegt, die Entscheidungskompetenz der Konsumenten zu stärken und Transparenz im Marktgeschehen zu schaffen. Dabei werden nicht nur die Interessen der Wirtschaft, sondern auch die Aussagen von Konsumentenschutzorganisationen hinterfragt, um eine ausgewogene und faktenbasierte Perspektive zu gewährleisten.
Obwohl die Produktion primär im Schweizer Kontext verwurzelt ist, finden viele der behandelten Themen aufgrund ihrer überregionalen Relevanz auch im weiteren deutschsprachigen Raum, wie etwa in Österreich, Beachtung. Die Distribution als Podcast ermöglicht eine zeitversetzte Nutzung der morgendlichen Radiobeiträge. Das Format bewahrt dabei eine sachliche und informative Tonalität und konzentriert sich auf den direkten Nutzwert für das Publikum, ohne auf werbliche oder rein unterhaltungsorientierte Elemente zurückzugreifen.