Lanz + Precht

Lanz und Precht Podcast

Lanz + Precht ist ein wöchentliches Audioformat des öffentlich-rechtlichen Senders ZDF, das im September 2021 erstausgestrahlt wurde. In dem Format treten der Journalist und Moderator Markus Lanz sowie der Philosoph und Autor Richard David Precht in einen direkten Dialog über aktuelle gesellschaftliche, politische und weltanschauliche Themen.

Der Podcast zeichnet sich durch eine feste Struktur aus, in der die beiden Protagonisten ohne zusätzliche Gäste komplexe Sachverhalte analysieren. Markus Lanz nutzt dabei seine Erfahrung als tagespolitischer Berichterstatter, um aktuelle Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und journalistisch einzuordnen. Richard David Precht ergänzt diese Perspektive durch philosophische Reflexionen, historische Herleitungen und gesellschaftskritische Thesen. Die Themenbreite umfasst dabei ein Spektrum, das von der Zukunft der Arbeit und künstlicher Intelligenz über geopolitische Konflikte bis hin zu bildungspolitischen und ethischen Grundsatzfragen reicht.

Das Ziel der Gespräche ist die Beleuchtung komplexer Zusammenhänge in einem Rahmen, der über die reine Nachrichtenberichterstattung hinausgeht. Obwohl die Gesprächspartner eine persönliche Vertrautheit verbindet, pflegen sie eine Diskussionskultur, die explizit Raum für Dissens und unterschiedliche analytische Ansätze lässt. Das Format verzichtet auf schnelle Schlagzeilen und setzt stattdessen auf eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den strukturellen Ursachen aktueller Krisen und gesellschaftlicher Transformationen.

Die Produktion des Podcasts wird von Lucas Raßbach geleitet. Für die Redaktion zeichnen Monika Fabricius und Simon Schuling verantwortlich, während Dominik Völkl die Postproduktion übernimmt. Seitens des ZDF wird das Projekt redaktionell von Henning Brekenkamp und Marc Lovric betreut. Neue Episoden erscheinen regelmäßig am Freitag. Seit seinem Start hat sich das Format zu einem der reichweitenstärksten deutschsprachigen Podcasts im Bereich Politik und Gesellschaft entwickelt und dient als auditive Ergänzung zur medialen Präsenz beider Akteure im Fernsehen und im Buchmarkt.

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Folgen

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#265 (Droht die KI-Apokalypse?)

02 Okt. 2026
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#264 (PISA: Ein Desaster mit Ansage)

In dieser Episode werden die alarmierenden Ergebnisse der PISA-Studie und der damit einhergehende Rückgang der Lesekompetenz in Deutschland kritisch analysiert. Die Sprecher thematisieren den Verlust der Lehrerautorität, die Herausforderungen bei der Integration sowie die Gefahr einer Nivellierung von Leistungsstandards durch ein Streben nach Gleichheit. Darüber hinaus wird eine Bildungsrevolution gefordert, um den kognitiven Wert des Lesens im Zeitalter von KI und digitalen Ablenkungen zu bewahren. Dabei werden internationale Vorbilder wie England und Estland herangezogen, um alternative Wege für eine wissensorientierte und talentfördernde Lehrerausbildung aufzuzeigen.

25 Sep. 2026
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#263 (Wohnungsnot - hilft das Vergesellschaften?)

In dieser Episode diskutieren die Sprecher über die philosophische und soziale Bedeutung von Wohnen, angefangen bei persönlichen Erinnerungen an erste eigene Wohnungen bis hin zur aktuellen Wohnraumkrise. Richard teilt Einblicke in die emotionale Verbindung zu seinem Zuhause und die Herausforderungen bei der Renovierung von Altbauwohnungen. Der Fokus verschiebt sich dann auf die politische Dimension: Die Folgen der Privatisierung von staatlichem Wohnraum in Berlin und Dresden werden analysiert, ebenso wie die Debatte um Vergesellschaftung versus sozialen Wohnungsbau. Die Sprecher beleuchten das Wiener Modell als Vorbild, thematisieren die rechtlichen Hürden von Enteignungen und diskutieren mögliche Lösungsansätze wie die Umwandlung von Gewerbeimmobilien.

18 Sep. 2026
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#262 (Wenn die Mitte ihre Mehrheit verliert)

Die Moderatoren analysieren den politischen Wandel in Deutschland, ausgehend von persönlichen Anekdoten bis hin zur Analyse der aktuellen Zäsur in Sachsen-Anhalt. Dabei wird das Ende der Ära Merkel und die damit einhergehende Rückkehr zu politischer Polarisierung thematisiert. Die Diskussion beleuchtet zudem die strukturellen Krisen der liberalen Demokratie, einschließlich der Macht von Medien und Geld sowie der zunehmenden Ideologisierung gesellschaftlicher Debatten. Es wird argumentiert, dass Rechtspopulismus eher ein Symptom dysfunktionaler demokratischer Prozesse als deren alleinige Ursache ist.

11 Sep. 2026
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#261 (AfD: Auf dem Weg zur blauen Hegemonie?)

Die Moderatoren reflektieren über das fünfjährige Jubiläum ihres Podcasts und analysieren die demografische Krise in Sachsen-Anhalt am Beispiel von Köthen. Dabei wird untersucht, wie die AfD durch die Besetzung kultureller Räume eine „kulturelle Hegemonie“ im Osten aufbaut, wobei theoretische Parallelen zu Antonio Gramsci und Karl Marx gezogen werden. Die Diskussion erörtert zudem die Strategien der Rechten, soziale Medien und emotionale Bindungen zur Mobilisierung junger Zielgruppen zu nutzen. Abschließend werden die politischen Folgen einer möglichen AfD-Regierung sowie die wirtschaftliche Notwendigkeit von Zuwanderung angesichts des Fachkräftemangels thematisiert.

04 Sep. 2026