Verbrechen

ZEIT Verbrechen Podcast

ZEIT Verbrechen ist ein deutschsprachiges Audio-Format, das sich intensiv mit Kriminalfällen, Justizirrtümern und der Psychologie hinter Straftaten auseinandersetzt. Produziert von der Wochenzeitung DIE ZEIT, zählt die Sendung zu den prägenden Produktionen im Genre True Crime. Im Fokus stehen reale Kriminalgeschichten, die auf investigativer Recherche und jahrelanger Berichterstattung basieren.

Die inhaltliche Gestaltung des Podcasts wurde maßgeblich durch Sabine Rückert geprägt. Als erfahrene Gerichtsreporterin und Expertin für Kriminalpsychiatrie verfügt sie über tiefgreifende Kenntnisse der Strafjustiz. Über Jahrzehnte begleitete sie bedeutende Prozesse und trug maßgeblich zur Revision fehlerhafter Urteile bei. Gemeinsam mit Andreas Sentker, dem geschäftsführenden Redakteur der ZEIT, erörtert sie Fälle, die über das rein Spektakuläre hinausgehen und gesellschaftliche oder juristische Grundsatzfragen aufwerfen.

Ergänzt wird das Team durch Anne Kunze und Daniel Müller, die das Spektrum der Berichterstattung erweitern. Kunze, die als Kriminalreporterin tätig ist, spezialisiert sich auf systemische Missstände, Korruption und wirtschaftliche Kriminalität. Daniel Müller, Chefredakteur des begleitenden Magazins ZEIT Verbrechen, bringt seine Erfahrungen aus zahlreichen nationalen und internationalen Gerichtssälen ein. Die Gespräche beleuchten nicht nur die Taten selbst, sondern auch die Arbeit der Spurensicherung, der Rechtsmedizin sowie die Dynamiken innerhalb von Ermittlungsbehörden.

Der Podcast verfolgt einen sachlichen und analytischen Ansatz. Er verzichtet auf sensationelle Aufmachungen und konzentriert sich stattdessen auf die Rekonstruktion von Tathergängen sowie die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen. Themen wie die Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen, Profiling und die Fehleranfälligkeit der Justiz stehen dabei im Vordergrund. Durch diese fundierte Aufarbeitung bietet das Format tiefe Einblicke in die Funktionsweise des Rechtsstaates und die psychologischen Hintergründe menschlichen Handelns. Damit hat sich ZEIT Verbrechen als journalistisches Referenzwerk im Bereich des Kriminaljournalismus etabliert.

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Zusammenfassung der Episode

Diese Episode beleuchtet den spektakulären Einbruch in das Dresdner Grüne Gewölbe im November 2019. Es werden die aufwendigen Vorbereitungen der Täter, die Nutzung von Hydraulikwerkzeugen sowie die Versuche zur Spurenvernichtung durch Einsatz von Feuerlöschern detailliert analysiert. Darüber hinaus wird der Prozess und die Ermittlungsarbeit thematisiert, bei der DNA-Spuren zur Überführung der Täter führten. Die Folge reflektiert zudem die gesellschaftlichen Spannungen in Sachsen, die mediale Wahrnehmung des Falls sowie den Deal zur Rückgabe eines Teils der Beute.

Kapitel

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Highlights

Der Kern des Falls ist ein spektakulärer Museumseinbruch. Ein 100-Millionen-Euro-Fall. Der Raub der sächsischen Identität, wie er von manchen Politikern in Sachsen beschrieben wurde.

00:01:50 · Tobias Timm beschreibt die enorme Tragweite und den symbolischen Wert des Diebstahls.

Das wussten die Täter nicht, dass es eine unabhängige Stromversorgung innerhalb des Residenzschlosses gab.

00:12:36 · Die Täter scheiterten bei dem Versuch, durch Sabotage der Außenleitungen das Schloss komplett zu verdunkeln.

Also zumindest einer der Täter, der war eben schon beteiligt gewesen an einem Einbruch in das Bode Museum.

00:17:36 · Der Sprecher stellt eine Verbindung zwischen den Tätern des Grünen Gewölbes und einem früheren schweren Kunstraub her.

Die überführt wurden, die Täter, durch die DNA-Spuren.

00:31:24 · Der Sprecher nennt den entscheidenden wissenschaftlichen Durchbruch bei der Identifizierung der Täter.

Es war das Weihnachtswunder.

00:42:52 · Die Rückgabe eines Teils der gestohlenen Juwelen im Rahmen eines Deals wird als ein kleines Wunder bezeichnet.

Folgen

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89 Sekunden für einen Raub: der Einbruch ins Grüne Gewölbe

Diese Episode beleuchtet den spektakulären Einbruch in das Dresdner Grüne Gewölbe im November 2019. Es werden die aufwendigen Vorbereitungen der Täter, die Nutzung von Hydraulikwerkzeugen sowie die Versuche zur Spurenvernichtung durch Einsatz von Feuerlöschern detailliert analysiert. Darüber hinaus wird der Prozess und die Ermittlungsarbeit thematisiert, bei der DNA-Spuren zur Überführung der Täter führten. Die Folge reflektiert zudem die gesellschaftlichen Spannungen in Sachsen, die mediale Wahrnehmung des Falls sowie den Deal zur Rückgabe eines Teils der Beute.

Tue, 8 Sep 2026 13:25:00 +0000
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Fritz Friedmann und der Sexskandal am Kaiserhof

25 Aug. 2026
365-

Blut auf der Heimfahrt

Stefan Willeke berichtet von einem gewalttätigen Vorfall in einer S-Bahn nach einem Schalke-Spiel und leitet daraus eine Recherche über die Ultras-Szene ein, die durch eine Ambivalenz zwischen sozialem Engagement und potenzieller Gewaltbereitschaft geprägt ist. Die Diskussion beleuchtet zudem die zunehmende gesellschaftliche Enthemmung, die sich nicht nur im Fußball, sondern auch in Berufen wie dem Gesundheitswesen zeigt. Darüber hinaus thematisiert die Episode die Macht der Ultras im Stadion sowie die Schwierigkeiten der Polizei, gegen Pyrotechnik und Gewalt vorzugehen. Es wird aufgezeigt, dass Vereine oft aus Angst vor Repressalien zögern, konsequent gegen diese Entwicklungen vorzugehen.

11 Aug. 2026
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Tat ohne Täter (1/2): Die verschwundenen Stühle

In dieser Episode geht es um den Diebstahl von 60 wertvollen Designerstühlen des Modells 'Ray 22' aus der Mensa der Universität Lübeck, deren Gesamtwert auf über 30.000 Euro geschätzt wird. Neben der Geschichte hinter dem Design von Bruno Ratten werden die Ermittlungen sowie eine Serie ähnlicher Diebstähle an deutschen Universitäten beleuchtet. Die Suche nach den Stühlen führt über Kleinanzeigen bis hin zum Verdacht auf einen Handel in den Niederlanden. Zudem wird ein Zeuge aus Oldenburg thematisiert, der eine mutmaßliche Tat beobachtete, sowie die humorvollen Reaktionen der Internetgemeinde auf diesen außergewöhnlichen Kriminalfall.

28 Jul. 2026
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Tat ohne Täter (2/2): Als das Eis zur Gefahr wurde

In diesem Gespräch erörtert die Journalistin Amrei Cohen den Rechtsstreit des peruanischen Bauern Saúl Luciano Luia gegen den deutschen Energiekonzern RWE, bei dem versucht wurde, ein Unternehmen für die Folgen der Gletscherschmelze in den Anden haftbar zu machen. Der Fall beleuchtet die juristischen Herausforderungen durch die Anwendung klassischer Gesetze auf globale Klimafolgen sowie die sozialen Auswirkungen auf die Heimat des Klägers. Darüber hinaus wird das Ende des Rechtsstreits und dessen Einordnung in eine globale Bewegung von Klimaklagen thematisiert. Die Diskussion umfasst zudem den zunehmenden politischen Backlash gegen Klimathemen, insbesondere in der US-amerikanischen Politik unter dem Einfluss von Akteuren wie Elon Musk, und schließt mit einem Rückblick auf die journalistische Arbeit von Amrei Cohen.

28 Jul. 2026