Kein Mucks! – Der Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka ist ein auf die Aufarbeitung und Präsentation historischer Kriminalhörspiele spezialisiertes Format der ARD. Der Schauspieler und bekennende Hörspiel-Liebhaber Bastian Pastewka fungiert darin als Kurator und Moderator. Das Kernkonzept der Sendung besteht darin, in Vergessenheit geratene Schätze aus den Rundfunkarchiven der 1950er- bis 1980er-Jahre wieder zugänglich zu machen und in einen zeitgeschichtlichen Kontext zu setzen.
Jede Episode widmet sich einem abgeschlossenen Kriminalfall, der in voller Länge ausgespielt wird. Bevor das eigentliche Hörspiel beginnt, liefert Pastewka eine fundierte Einleitung. Diese umfasst biografische Details zu den beteiligten Sprechern, Informationen über die Autoren sowie Einblicke in die damaligen Produktionsbedingungen der jeweiligen Rundfunkanstalt. Dabei werden oft Querverbindungen zur deutschen Film- und Theatergeschichte gezogen, da viele der damaligen Radio-Akteure auch als Synchronsprecher oder Leinwandstars Bekanntheit erlangten.
Die akustische Ästhetik der vorgestellten Werke ist ein zentrales Merkmal des Podcasts. Die Aufnahmen zeichnen sich durch die spezifische Atmosphäre der analogen Ära aus, inklusive charakteristischer Hintergrundgeräusche, Orchestermusik und der typischen Sprechweise der damaligen Zeit. Das Repertoire umfasst klassische Whodunits, Psychothriller und Agentengeschichten, die ursprünglich für Sender wie Radio Bremen, den WDR, den HR oder den BR produziert wurden.
Ursprünglich als Projekt von Radio Bremen gestartet, hat sich „Kein Mucks!“ aufgrund des hohen Publikumsinteresses zu einer senderübergreifenden Kooperation innerhalb der ARD entwickelt. Der Podcast dient somit nicht nur der Unterhaltung, sondern fungiert auch als digitales Archiv und dokumentarisches Werkzeug zur Bewahrung der deutschen Hörspielkultur. Er richtet sich an ein Publikum, das Interesse an Radiogeschichte, Nostalgie und klassischen Spannungsformaten hat. Die Veröffentlichung erfolgt wöchentlich, wobei die Staffeln oft thematische oder regionale Schwerpunkte setzen.