Hörspiel

Hörspiel

Hörspiel ist eine Produktion des öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und fungiert als zentrale Plattform für fiktionale Audiokunst innerhalb der Schweiz und des deutschsprachigen Raums. Das Programm umfasst eine große Bandbreite an Formaten, die von klassischen Literaturadaptionen über zeitgenössische Dramatik bis hin zu experimentellen Klangkunstwerken reichen. Ein wesentlicher Bestandteil des Portfolios sind Kriminalhörspiele, darunter auch Beiträge zur renommierten Reihe „Radio-Tatort“, sowie rasant inszenierte Thriller und humoristische Stücke.

Ein distinktives Merkmal der SRF-Produktionen ist die Pflege des Dialekt-Hörspiels. Viele Erzählungen werden in verschiedenen Schweizer Mundarten produziert, was zur Bewahrung der regionalen Sprachkultur beiträgt und den Produktionen eine spezifische lokale Authentizität verleiht. Neben diesen regional verankerten Werken finden sich regelmäßig aufwendig produzierte Mehrteiler und Hörspiele in Standarddeutsch, die oft in Kooperation mit anderen öffentlich-rechtlichen Sendern aus Deutschland und Österreich entstehen.

Die redaktionelle Auswahl der Stoffe spiegelt aktuelle gesellschaftliche Diskurse ebenso wider wie historische Themen. Dabei setzt SRF auf eine hohe akustische Qualität, die durch den Einsatz moderner Sounddesigns und professioneller Sprecherensembles gewährleistet wird. Das Format bietet zudem Raum für kurze, prägnante Stücke wie das bekannte „Schreckmümpfeli“, das sich durch schwarzen Humor und eine pointierte Erzählweise auszeichnet.

Als Teil des Kulturauftrags von SRF ist das Angebot darauf ausgerichtet, sowohl ein traditionsbewusstes Publikum als auch neue Hörerschichten durch innovative Erzählstrukturen anzusprechen. Die Distribution erfolgt primär digital über die sendereigene Audiothek sowie gängige Podcast-Plattformen, wodurch die Inhalte zeitunabhängig verfügbar sind. Zusammenfassend bietet das Format einen fundierten Überblick über die aktuelle Hörspielszene der Schweiz und verbindet dabei klassisches Radiohandwerk mit modernen auditiven Trends.

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Zusammenfassung der Episode

Gracholski konfrontiert Lisa und ihren Ehemann Bukroff mit ihrer Affäre und bietet eine Bestechungssumme an, um die Trennung des Paares für eine gemeinsame Flucht zu ermöglichen. Während Gracholski und Lisa in einer Villa an der Krim versuchen, ihr Glück zu finden, wird sie von Schuldgefühlen gegenüber dem zerstörten Leben von Ivan Petrovich heimgesucht, der durch einen Deal mit Bukroff zu neuem Wohlstand gelangt ist. Die Beziehungen zwischen den Beteiligten enden in einem tragischen emotionalen Verfall. Nach Eifersucht und der Entdeckung heimlicher Treffen führt Gracholskis Versuch, Bugrov durch ein Landgut zur Abreise zu bewegen, letztlich zum völligen Zusammenbruch aller Charaktere und hinterlässt eine Existenz voller Leid und Tyrannei.

Kapitel

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Highlights

Die Liebe erträgt nichts Vages, Formloses. Vage Verhältnisse, weißt du?

00:01:08 · Gracholski drängt Lisa dazu, eine klare Entscheidung bezüglich ihrer Beziehung zu treffen.

Ich bin reich. Ich bin der Sohn eines einflussreichen Mannes. Wollen Sie? Na? Wie viel wollen Sie?

00:15:39 · Gracholski versucht, das moralische Dilemma durch ein finanzielles Angebot zu lösen.

Wir haben unser Glück gebaut auf den Ruinen seines Glücks.

00:29:29 · Gracholski drückt seine moralische Qual darüber aus, dass ihr Wohlstand auf dem Ruin von Ivan Petrovich basiert.

Er spielt mit den Gracholskis, den Lisas, den Ivans und Mischutkas wie mit Damesteinen.

00:49:43 · Der Erzähler reflektiert über die Unberechenbarkeit des Schicksals, das die Charaktere manipuliert.

Am Glück stirbt keiner, am Unglück stirbt auch keiner.

01:07:22 · Eine philosophische Reflexion über das dauerhafte Leiden von Gracholski nach dem Verlust seiner Liebe.

Folgen

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«Lebende Ware» von Anton Tschechow

Gracholski konfrontiert Lisa und ihren Ehemann Bukroff mit ihrer Affäre und bietet eine Bestechungssumme an, um die Trennung des Paares für eine gemeinsame Flucht zu ermöglichen. Während Gracholski und Lisa in einer Villa an der Krim versuchen, ihr Glück zu finden, wird sie von Schuldgefühlen gegenüber dem zerstörten Leben von Ivan Petrovich heimgesucht, der durch einen Deal mit Bukroff zu neuem Wohlstand gelangt ist. Die Beziehungen zwischen den Beteiligten enden in einem tragischen emotionalen Verfall. Nach Eifersucht und der Entdeckung heimlicher Treffen führt Gracholskis Versuch, Bugrov durch ein Landgut zur Abreise zu bewegen, letztlich zum völligen Zusammenbruch aller Charaktere und hinterlässt eine Existenz voller Leid und Tyrannei.

29 Okt. 2026
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«Dunkle Geheimnisse kaufen Kunst» von Robert Woelfl

In dieser Episode wird ein heftiger Konflikt über den Kauf eines vermeintlichen Gerhard Richter-Gemäldes thematisiert, das sich als Fälschung herausgestellt hat. Die Diskussion bewegt sich zwischen der Rechtfertigung durch persönliche Leidenschaft und der Sorge um den wirtschaftlichen Ruin durch mangelnde Rationalität. Das Gespräch vertieft sich von der Rolle von Kunstberatern und dem Sammeln in Zollfreihafen hin zu einer existenziellen Auseinandersetzung über die transformative Kraft der Kunst. Dabei werden Zweifel an der Echtheit der Sammlung sowie die Bedeutung von Bildern als emotionale Anker gegenüber der rein finanziellen Betrachtung von Kunstwerken beleuchtet.

24 Okt. 2026
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«We d'Sunne abegeit isch für Teil Lüt o no Büroschluss»

Diese Episode erzählt die dramatische Liebesgeschichte zwischen der Verkäuferin Gabi und dem wohlhabenden, aber einsamen Markus Tessner. Nach einer leidenschaftlichen Annäherung und gemeinsamen Momenten in einem Fischerdorf wird die Beziehung durch Geheimnisse und ein plötzliches Verschwinden von Markus erschüttert. Die Erzählung erreicht ihren dramatischen Höhepunkt mit der Nachricht über Markus' Tod. Gabi erfährt schließlich, dass sie als Alleinerbin eines großen Vermögens zurückbleibt, und schließt die Geschichte mit einer tiefen Reflexion über das Erbe und den Abschied.

23 Okt. 2026
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«Die Fragwürdigen» von Judith Keller

Dieser Podcast präsentiert eine Serie von surrealen, fragmentierten Erzählungen und Charakterporträts über verschiedene Menschen in einer Stadt. Die Geschichten bewegen sich zwischen alltäglichen Beobachtungen und traumartigen Szenarien, wobei Themen wie Verlust, Identität, Arbeitslosigkeit und die Angst vor der Zukunft im Vordergrund stehen. Die poetischen Passagen beschreiben zudem mysteriöse Begegnungen sowie Motive von Klarheit und Möglichkeiten. Das Ende deutet auf eine bevorstehende, gewaltige Veränderung durch Naturereignisse hin.

16 Okt. 2026
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Premiere: «Meine Mütter» von Andreas Liebmann

Der Sprecher reflektiert über die Biografien seiner drei Mütter – Rabea, Paula und Ronja – sowie über die prägenden männlichen Figuren in seinem Leben. Dabei werden Muster von Unterdrückung, gesellschaftlichem Statusdrang und der Verdrängung von Kunst durch patriarchale Strukturen thematisiert. Die Episode setzt sich mit einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit familiären Erbschaften und dem Widerstand von Frauen auseinander. In einem lyrischen Monolog über Verlust und Identität wird zudem die Unfähigkeit reflektiert, im gegenwärtigen Moment zu sein, sowie die psychische Gefangenschaft in der eigenen Existenz.

09 Okt. 2026