Wer nichts weiß, muss alles essen ist ein wöchentlich erscheinender Podcast aus Österreich, der von Hannes Royer und Maria Fanninger moderiert wird. Als Gründerduo des Vereins „Land schafft Leben“ verfolgen sie das Ziel, Transparenz in die Herstellungsbedingungen und Wertschöpfungsketten von Lebensmitteln zu bringen. Der Titel des Formats ist programmatisch zu verstehen: Er thematisiert die Notwendigkeit von Wissen, um als Konsument bewusste und eigenverantwortliche Entscheidungen beim Lebensmitteleinkauf treffen zu können.
Die inhaltliche Ausrichtung des Podcasts ist breit gefächert und beleuchtet das Lebensmittelsystem aus verschiedenen Perspektiven. In den einzelnen Episoden kommen Fachleute aus der Landwirtschaft, der Wissenschaft, der Politik sowie aus den Bereichen Kulinarik und Bildung zu Wort. Diskutiert werden dabei ökologische Fragestellungen wie der Einfluss der Landwirtschaft auf das Klima und die Biodiversität, aber auch gesundheitliche Aspekte der Ernährung sowie die ökonomischen Realitäten der bäuerlichen Produktion. Ein zentrales Element ist die detaillierte Darstellung der Produktionswege heimischer Erzeugnisse, um die Distanz zwischen Produzenten und Verbrauchern zu verringern.
Die Gesprächsführung ist sachlich und darauf ausgerichtet, komplexe systemische Zusammenhänge verständlich aufzubereiten, ohne dabei in einen werblichen Ton zu verfallen. Das Format liefert Hintergrundinformationen zu aktuellen Debatten, wie etwa Nachhaltigkeitszertifizierungen, Tierwohlstandards oder die Kennzeichnung von Herkunftsländern. Durch diesen informativen Ansatz bietet der Podcast eine fundierte Grundlage für einen reflektierten Umgang mit natürlichen Ressourcen und dem eigenen Konsumverhalten.
Seit seinem Bestehen hat sich „Wer nichts weiß, muss alles essen“ als eine feste Größe im Bereich der Wissensvermittlung in der österreichischen Podcast-Landschaft etabliert. Die Relevanz des Formats wurde unter anderem durch den Gewinn des Ö3 Podcast-Awards im Jahr 2023 unterstrichen. Der Podcast richtet sich an ein Publikum, das ein tiefgreifendes Verständnis für die Hintergründe der Lebensmittelproduktion und die damit verbundenen gesellschaftlichen sowie ökologischen Konsequenzen entwickeln möchte.