WDR Zeitzeichen

WDR Zeitzeichen

Das Format „WDR Zeitzeichen“ ist ein traditionsreiches Geschichtsformat des Westdeutschen Rundfunks, das täglich erscheint. Jede Episode hat eine feste Länge von etwa 15 Minuten und widmet sich einem spezifischen historischen Ereignis, einer Persönlichkeit oder einer bedeutenden Erfindung, deren Jahrestag auf das jeweilige Sendedatum fällt. Der zeitliche Rahmen der behandelten Themen erstreckt sich von der Antike über das Mittelalter bis hin zur Zeitgeschichte des 21. Jahrhunderts.

Inhaltlich deckt der Podcast ein breites Spektrum ab, das über klassische politische Ereignisse hinausgeht. Neben Biografien bekannter historischer Figuren werden auch kulturgeschichtliche Phänomene, wissenschaftliche Meilensteine und popkulturelle Entwicklungen thematisiert. Die Aufbereitung der Themen erfolgt narrativ und verbindet journalistische Recherche mit Elementen des Hörspiels. Dabei kommen häufig Originaltöne aus Archiven, musikalische Untermalung sowie Einschätzungen von Fachhistorikern und Experten zum Einsatz.

Das „Zeitzeichen“ ist die digitale Weiterführung einer Radio-Tradition, die bereits im Jahr 1972 begann und sich zu einem der bekanntesten Bildungsangebote im öffentlich-rechtlichen Rundfunk entwickelt hat. Ziel des Formats ist es, komplexe historische Zusammenhänge für ein breites Publikum zugänglich zu machen und die Relevanz der Vergangenheit für die Gegenwart aufzuzeigen. Die Produktion zeichnet sich durch eine hohe Kontinuität aus, da an jedem Kalendertag des Jahres eine neue Folge veröffentlicht wird.

Obwohl die Produktion primär durch den Westdeutschen Rundfunk in Deutschland erfolgt, findet das Format im gesamten deutschsprachigen Raum eine breite Hörerschaft. Die redaktionelle Verantwortung liegt beim WDR, wobei die Episoden von spezialisierten Autoren verfasst werden. Die Struktur der Sendung bleibt dabei stets konsistent, um eine verlässliche Einordnung historischer Fakten in einem kompakten Zeitrahmen zu gewährleisten. Das Archiv des Podcasts umfasst mittlerweile tausende Episoden, die ein umfassendes akustisches Panorama der Weltgeschichte bilden.

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Zusammenfassung der Episode

Diese Episode beleuchtet das bewegte Leben und die monumentale Karriere des Filmregisseurs Fritz Lang. Von seinen Anfängen in Wien über die Ära der Weimarer Republik mit Meilensteinen wie Metropolis und M bis hin zu seiner Emigration nach Hollywood, wird der Weg eines der bedeutendsten Pioniere des Kinos nachgezeichnet. Die Dokumentation thematisiert zudem die künstlerischen Innovationen im Bereich Tonfilm und Schnitt sowie die persönlichen Herausforderungen während der NS-Zeit und seine spätere Rückkehr nach Deutschland.

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Highlights

Als ich dann einen Film schrieb, den die Leute, also Deklavioskop, sehr gerne haben wollten, der hieß Halbblut, sagte ich, ja, ich verkaufe Ihnen den Film, wenn ich Regie führen könnte.

00:02:09 · Fritz Lang beschreibt den entscheidenden Moment, der seine Karriere als Regisseur einleitete.

Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein.

00:03:38 · Ein zentrales Motiv aus dem Werk Metropolis wird zitiert.

Was ist die drohende Pleite einer Filmfirma gegen einen Film, der Geschichte schreiben wird?

00:05:33 · Die Einstellung Langs zu seinem monumentalen Projekt Metropolis wird verdeutlicht.

Goebbels scheint es zu dämmern. Es ist kein geeigneter Film, wenn man selbst gerade eine Demokratie zu einer Diktatur macht.

00:10:25 · Die politische Spannung während der Begegnung zwischen Lang und Goebbels wird analysiert.

Fritz Lang kann viel erzählen über seine Begegnungen mit Spencer Tracy, Henry Fonda, über seine Arbeit mit Berthold Brecht und Marlene Dietrich und über seinen Briefwechsel mit dem Philosophen Theodor W. Adorno.

00:12:58 · Ein Überblick über die bedeutenden Persönlichkeiten aus Langs internationalem Umfeld.

Folgen

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Fritz Lang: Der Besessene der bewegten Bilder

Diese Episode beleuchtet das bewegte Leben und die monumentale Karriere des Filmregisseurs Fritz Lang. Von seinen Anfängen in Wien über die Ära der Weimarer Republik mit Meilensteinen wie Metropolis und M bis hin zu seiner Emigration nach Hollywood, wird der Weg eines der bedeutendsten Pioniere des Kinos nachgezeichnet. Die Dokumentation thematisiert zudem die künstlerischen Innovationen im Bereich Tonfilm und Schnitt sowie die persönlichen Herausforderungen während der NS-Zeit und seine spätere Rückkehr nach Deutschland.

02 Aug. 2026
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Unentdeckt mitten in Berlin: Amerikas Partisanen im Kalten Krieg

Diese Episode von ARD Sounds beleuchtet die Geschichte des Detachment A Berlin, einer geheimen US-Spezialeinheit im Kalten Krieg. Die Einheit agierte als Stay-Behind-Organisation mit dem Auftrag, im Falle eines sowjetischen Angriffs durch Sabotage von Infrastruktur wie Eisenbahnlinien und Brücken den Vormarsch des Warschauer Paktes zu verzögern. Durch die Nutzung unmarkierter Waffenverstecke in Berlin und das Leben unter dem Deckmantel der Zivilbevölkerung blieb die Einheit über Jahrzehnte hinweg weitgehend unentdeckt. Der Bericht beleuchtet zudem die komplexen Hintergründe der unkonventionellen Kriegsführung, die Rekrutierung von Personen im Graubereich der Politik und die strategische Bedeutung Berlins als westliche Insel im Osten. Die Erzählung kombiniert Zeitzeugenberichte ehemaliger Soldaten mit historischen Analysen zur Rolle von Geheimdiensten und der Gefahr durch Spionage während des Kalten Krieges.

01 Aug. 2026
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Ein Ballonflug zwischen Forscherdrang und Lebensgefahr

Diese Episode beleuchtet die historische Entdeckung der Stratosphäre durch die waghalsige Ballonfahrt der Meteorologen Reinhard Süring und Arthur Berson am 31. Juli 1901. Der Bericht beschreibt den wissenschaftlichen Hintergrund der Forschung im Deutschen Kaiserreich, die Rolle von Richard Assmann und die extremen körperlichen Belastungen während des Aufstiegs in Höhen von über 10.0ermeter. Darüber hinaus werden die verschiedenen Schichten der Erdatmosphäre – von der Troposphäre bis zur Exosphäre – sowie deren physikalische Eigenschaften erläutert. Die Dokumentation schlägt zudem die Brücke zur modernen Meteorologie, indem sie die Bedeutung von Radiosonden und die anhaltenden Forschungsfragen zum Klimawandel und zum Ozonloch aufzeigt.

31 Jul. 2026
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"Nine-Eleven" von 1916: Deutsche Agenten erschüttern New York

Diese Episode des WDR Zeitzeichen beleuchtet den Black Tom-Anschlag von 1916, eine der gewaltigsten nicht-nuklearen Explosionen der Geschichte. Im Zentrum steht die Sabotage eines Munitionsdepots in New Jersey durch deutsche Agenten während des Ersten Weltkriegs, ein Ereignis, das die Sicherheitsarchitektur der USA grundlegend erschütterte und als Vorläufer von 9/11 betrachtet wird. Die Erzählung verknüpft Spionageaktivitäten im Auftrag des Kaiserreichs mit den langfristigen wirtschaftlichen Folgen für die Bundesrepublik Deutschland, die bis 1979 Entschädigungen leistete. Der Bericht detailliert die Methoden der deutschen Sabotage, von der Nutzung biologischer Waffen wie Milzbrand bis hin zum Einsatz von sogenannten Zigarrenbomben. Dabei werden auch die Rollen von deutschen Diplomaten, irischen Hafenarbeitern und historischen Persönlichkeiten wie Franz von Papen beleuchtet. Die Episode zeigt auf, wie ein lokaler Anschlag globale politische und finanzielle Auswirkungen über Jahrzehnte hinweg nach sich zog.

30 Jul. 2026
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Eine Prinzessin als "Erlöserin"? Brasiliens Ende der Sklaverei

Diese Episode untersucht die historische Rolle von Prinzessin Isabel bei der Abschaffung der Sklaverei in Brasilien im Jahr 1888. Während die Erzählung der Prinzessin als „Erlöserin“ lange Zeit das offizielle Geschichtsbild prägte, beleuchtet die Dokumentation die komplexen politischen Hintergründe und die Rolle der Abolitionisten sowie schwarzer Persönlichkeiten wie André Rebosas. Der Beitrag analysiert, wie die politische Inszenierung der Monarchie dazu beitrug, die Bedeutung der breiten sozialen Bewegungen zu überlagern und warum das Erbe der Sklaverei trotz der formalen Freiheit eine tiefe soziale Ungleichheit hinterließ.

29 Jul. 2026