Alles Geschichte - Der History-Podcast

Alles Geschichte Podcast - Der History-Podcast

Alles Geschichte – Der History-Podcast ist ein dokumentarisches Audioformat, das von der ARD, primär unter der Federführung des Bayerischen Rundfunks innerhalb der Redaktion radioWissen, produziert wird. Die Sendereihe widmet sich der systematischen Aufarbeitung und Erzählung historischer Ereignisse, Epochen sowie Biografien. Ziel des Formats ist es, geschichtliche Zusammenhänge durch eine sachliche und fundierte Aufbereitung für eine breite Hörerschaft zugänglich zu machen.

Inhaltlich deckt der Podcast ein breites Spektrum ab, das von der antiken Welt und dem Mittelalter bis hin zur Zeitgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts reicht. Dabei werden nicht nur prominente politische Wendepunkte behandelt, sondern auch sozial- und kulturgeschichtliche Aspekte beleuchtet. Die einzelnen Episoden sind thematisch in sich geschlossen und folgen einer narrativen Struktur, die wissenschaftliche Fakten mit einer anschaulichen Darstellungsweise verbindet.

Die Produktion zeichnet sich durch eine hohe journalistische Qualität aus. Neben den Ausführungen der Sprecher werden regelmäßig Interviews mit Historikern und Fachwissenschaftlern integriert, um eine fundierte Einordnung der Themen zu gewährleisten. Ein wesentliches Element der akustischen Gestaltung ist die Verwendung von Archivmaterial, Originaltönen und einer dezenten Soundkulisse, die dazu dient, die jeweilige Epoche atmosphärisch zu untermalen, ohne den dokumentarischen Charakter zu verlassen.

Obwohl das Format im deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk verankert ist, erzielt es durch die Verbreitung über die ARD Audiothek und gängige Streaming-Plattformen eine hohe Reichweite im gesamten deutschsprachigen Raum. Der Podcast fungiert als digitales Wissensarchiv, das komplexe historische Prozesse analysiert und deren Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft aufzeigt. Durch die regelmäßige Veröffentlichung neuer Beiträge bietet das Format eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Weltgeschichte und dient sowohl der allgemeinen Bildung als auch der gezielten Recherche zu spezifischen historischen Fragestellungen. Die sachliche Herangehensweise stellt sicher, dass die Informationen objektiv und ohne unnötige Dramatisierung vermittelt werden.

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Zusammenfassung der Episode

Dieser Podcast beleuchtet die politische Radikalisierung der Lehrerin Luise Solmitz während der Krisenjahre der Weimarer Republik. Die Erzählung führt von ihren familiären Wurzeln und dem Antisemitismus ihres Vaters bis hin zu den traumatischen Folgen des Ersten Weltkriegs. Während persönlicher Instabilität, einer ungeheimen Schwangerschaft und der Hyperinflation entwickeln sich zunehmend nationalistische Ansichten. Trotz der Tatsache, dass ihr Ehemann Fredi aus einer jüdischen Familie stammt, entscheidet sich Luise 1930 für die NSDAP.

Kapitel

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Highlights

So entschied auch ich mich für die Nazis, ob schon mir nicht ganz wohl dabei zu Sinn war. Es ist ein gefährliches Experiment.

00:02:34 · Luise beschreibt in ihrem Tagebuch ihre bewusste, aber beunruhigte Entscheidung für die NSDAP als Form der Protestwahl.

Es ist ein entsetzliches Leben jetzt, da alles wankt und niemand weiß, was der nächste Tag bringt.

00:18:16 · Luise beschreibt die tiefe Verunsicherung und die instabile Lebenssituation in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg.

Ein Brot, das am Vormittag noch eine Million Mark kostet, kostet am Nachmittag 10 Millionen.

00:23:30 · Das Beispiel verdeutlicht die extremen Auswirkungen der Hyperinflation auf den Alltag der Menschen.

Derart degeneriert, dass der Anblick noch mehr Ekel als Mitleid erregt.

00:32:23 · Luise nutzt diese hasserfüllte Sprache, um ihre zunehmende antisemitische Haltung und Entmenschlichung jüdischer Menschen zu zeigen.

Ihr Mann Fredi kommt aus einer jüdischen Familie.

00:36:03 · Diese Information unterstreicht die tragische Ironie und das enorme Risiko von Luises Entscheidung, die NSDAP zu wählen.

Folgen

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VOR 33 (2/5) - Warum Luise Hitler wählt

Dieser Podcast beleuchtet die politische Radikalisierung der Lehrerin Luise Solmitz während der Krisenjahre der Weimarer Republik. Die Erzählung führt von ihren familiären Wurzeln und dem Antisemitismus ihres Vaters bis hin zu den traumatischen Folgen des Ersten Weltkriegs. Während persönlicher Instabilität, einer ungeheimen Schwangerschaft und der Hyperinflation entwickeln sich zunehmend nationalistische Ansichten. Trotz der Tatsache, dass ihr Ehemann Fredi aus einer jüdischen Familie stammt, entscheidet sich Luise 1930 für die NSDAP.

31 Jul. 2026
540-

POLEN IM NETZ DER NACHBARN - Die polnischen Teilungen

10 Jul. 2026
539-

VOR 33 (5/5) - Die Aktion T4

Diese Episode beleuchtet das bewegte und tragische Leben der Künstlerin Elfriede Lohse-Wächler, von ihrer rebellischen Jugend und ihrem künstlerischen Aufstieg bis hin zu tiefen persönlichen Krisen und dem sozialen Abstieg während der Wirtschaftskrise. Der Podcast beschreibt ihren Weg durch psychische Erkrankung und die Entstehung der 'Friedrichsberger Köpfe'. Zudem wird das Schicksal von Lohse-Wächler im Kontext der NS-Ideologie thematisiert, einschließlich ihrer Zwangssterilisation und Ermordung im Rahmen der T4-Euthanasie-Aktion. Die Erzählung weitet den Blick auf die gesellschaftliche Destabilisierung der Weimarer Republik sowie die Schicksale von Luise Solmitz und Gabriele Terget unter dem Nationalsozialismus und schließt mit einer Reflexion über die heutige Verantwortung gegenüber der Geschichte.

31 Jul. 2026
538-

VOR 33 (4/5) - Die Lüge von der Volksgemeinschaft

Diese Episode beleuchtet den schleichenden Zerfall des Rechtsstaats in Deutschland im Jahr 1932 und den anschließenden Machtaufstieg der Nationalsozialisten. Anhand der Schilderungen von Gabriele Terget wird die zunehmende Gewalt auf den Straßen sowie die ideologische Annäherung von Justizorganen an die NSDAP deutlich. Parallel dazu wird die persönliche Entwicklung von Luise Solmitz betrachtet, die trotz der jüdischen Herkunft ihres Mannes zunächst von Hitlers Inszenierung als „Erlöser“ fasziniert war. Erst durch die zunehmende staatliche Diskriminierung ihrer Tochter erkennt sie die reale Gefahr des radikalen Antisemitismus, während kritische Stimmen wie Terget und Karl von Ossetzki systematisch verfolgt werden.

31 Jul. 2026
537-

VOR 33 (3/5) - Magdeburg kämpft für Schwarz-Rot-Gold

Dieser Podcast beleuchtet die politische Radikalisierung in Magdeburg während der Weimarer Republik und den Aufstieg der NSDAP. Er thematisiert die Entstehung des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold als demokratischer Schutzbund sowie die zunehmende Gewalt zwischen paramilitärischen Verbänden nach dem Hitlerputsch. Zudem wird das tragische Schicksal von Ernst Wille geschildert, einem engagierten Sozialdemokraten, der trotz seines Einsatzes für die Demokratie durch Denunziation und Verhaftung im Konzentrationslager starb. Die Episode reflektiert über die tiefe Verunsicherung der Gesellschaft und die Frage, wie weit eine Demokratie gehen darf, um sich gegen ihre Feinde zu verteidigen.

31 Jul. 2026