Psychologie to go!

Psychologie to go! Podcast

Psychologie to go! ist ein deutschsprachiger Podcast, der von der Diplom-Psychologin und psychologischen Psychotherapeutin Franca Cerutti produziert und moderiert wird. Das Format erscheint wöchentlich und konzentriert sich auf die Vermittlung psychologischen Fachwissens sowie auf Einblicke in die therapeutische Arbeit.

Inhaltlich deckt der Podcast ein breites Spektrum ab, das von klinisch relevanten Themen wie Angststörungen und Persönlichkeitsstrukturen bis hin zu alltäglichen Fragestellungen wie Prokrastination, Eifersucht oder dem Umgang mit Stress reicht. Ein zentrales Merkmal der Sendung ist die Aufarbeitung von psychologischen Phänomenen anhand von fundierten Erkenntnissen aus der Verhaltenstherapie. Franca Cerutti nutzt ihre langjährige Praxiserfahrung, um komplexe Fachbegriffe und psychische Mechanismen so zu erläutern, dass sie für Laien zugänglich und im Alltag anwendbar sind.

Die Episoden sind primär als Solo-Formate konzipiert, in denen die Moderatorin ein spezifisches Thema tiefgehend analysiert. Dabei wird ein pragmatischer Ansatz verfolgt, der den Zuhörenden Impulse zur Selbstreflexion und Verhaltensänderung bietet. Gelegentlich werden anonymisierte Fallbeispiele herangezogen, um die theoretischen Ausführungen zu veranschaulichen und einen Einblick in den Praxisalltag zu gewähren.

Der Podcast wird über das Netzwerk Seven.One Audio vermarktet und zählt zu den etablierten Produktionen im Bereich der mentalen Gesundheit. Die Tonalität ist sachlich und direkt; das Format verzichtet auf spekulative Ansätze und legt stattdessen Wert auf eine evidenzbasierte Darstellung der Psychologie. Psychologie to go! dient als Informationsquelle für Menschen, die ihr Verständnis für die eigene Psyche und die Dynamiken zwischenmenschlicher Beziehungen vertiefen möchten. Die neuen Folgen erscheinen regelmäßig am Sonntag und richten sich an ein breites Publikum, das an persönlicher Weiterentwicklung und psychologischer Aufklärung interessiert ist.

00:00
00:00

Zusammenfassung der Episode

In dieser Folge von 'Psychologie to go' thematisiert Franka Cirruti das Konzept der 'Coercive Control' (Zwangskontrolle) und wie manipulative Verhaltensmuster zur Isolation und Abhängigkeit führen können, oft ohne dass körperliche Gewalt im Vordergrund steht. Die Episode beleuchtet die psychologischen Mechanismen wie Gaslighting, intermittierende Verstärkung und die 'Sunken Cost Fallacy', die Betroffene in toxischen Dynamiken halten. Zudem wird erörtert, wie Kontrolle oft als Fürsorge getarnt wird und welche Gefahren bei der Inszenierung durch den Täter bestehen. Die Sprecherin warnt explizit vor der Gefahr von Paartherapie in solchen Fällen und gibt konkrete Ratschläge für die Sicherheit von Betroffenen sowie Angehörigen.

Kapitel

Klicke auf ein Kapitel, um direkt zu diesem Moment zu springen

Highlights

Coercive control ist ein Begriff, der im Deutschen, finde ich, nicht ganz glücklich übersetzt ist mit Zwangskontrolle.

00:05:41 · Die Sprecherin kritisiert die deutsche Übersetzung des Begriffs, da sie fälschlicherweise eine zwanghafte Störung der kontrollierenden Person suggeriert.

dass der Glaube an die eigene Wahrnehmung einschließlich der eigenen Sinneswahrnehmung gestört wird.

00:20:59 · Dies definiert das Konzept des Gaslighting als Werkzeug zur Manipulation.

Man hat vielleicht eine gemeinsame Familie, also man hat Zeit, Geld, Gefühle, Ressourcen, alles mögliche investiert und sehr viele Menschen tragischerweise kleben dann daran, dass sie sagen, nee, das kann ja nicht alles umsonst gewesen sein.

00:24:09 · Die 'Sunken Cost Fallacy' erklärt, warum Menschen trotz Leid an schädlichen Beziehungen festhalten.

Und was ich besonders perfide finde, ist ja, dass einzelne dieser Verhaltensweisen, also wenn man sie nur punktuell betrachtet, ja sogar aussehen können wie Fürsorge.

00:35:55 · Es wird erläutert, wie manipulative Kontrolle durch vermeintlich liebevolle Gesten maskiert werden kann.

Und noch was an die Fachkolleginnen und Fachkollegen, Paartherapie ist in solchen Fällen explizit kontraindiziert.

00:48:52 · Die Sprecherin warnt davor, dass Paartherapie bei Coercive Control die Manipulation durch den Täter sogar verstärken kann.

Folgen

349-

"Warum geht sie nicht einfach?" Kontrolle und Unterdrückung in Beziehungen

In dieser Folge von 'Psychologie to go' thematisiert Franka Cirruti das Konzept der 'Coercive Control' (Zwangskontrolle) und wie manipulative Verhaltensmuster zur Isolation und Abhängigkeit führen können, oft ohne dass körperliche Gewalt im Vordergrund steht. Die Episode beleuchtet die psychologischen Mechanismen wie Gaslighting, intermittierende Verstärkung und die 'Sunken Cost Fallacy', die Betroffene in toxischen Dynamiken halten. Zudem wird erörtert, wie Kontrolle oft als Fürsorge getarnt wird und welche Gefahren bei der Inszenierung durch den Täter bestehen. Die Sprecherin warnt explizit vor der Gefahr von Paartherapie in solchen Fällen und gibt konkrete Ratschläge für die Sicherheit von Betroffenen sowie Angehörigen.

09 Aug. 2026
348-

7 Tipps für mehr Impulskontrolle

In dieser Episode wird das Thema Impulsivität tiefgreifend beleuchtet – von alltäglichen Momenten bis hin zu klinischen Störungsbildern wie Pyromanie oder Kleptomanie. Die Moderatorinnen erläutern die neurobiologischen Mechanismen der Impulskontrolle im präfrontalen Kortex und grenzen Impulse klar von Reflexen, Zwängen und Affekten ab. Zudem werden verschiedene Faktoren diskutiert, welche die Fähigkeit zur Hemmung beeinflussen, darunter Schlaf, Alkohol und die psychische Verfassung. Abschließend werden praktische Strategien wie Stimuluskontrolle, Wenn-Dann-Pläne und konstruktive Verhaltensanalysen vorgestellt, um die Selbstregulation im Alltag zu stärken.

02 Aug. 2026
347-

Selbst nicht krank, trotzdem betroffen - Eure Fragen als Angehörige

Diese Episode beleuchtet die enorme psychische Belastung für Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie, Depressionen oder bipolaren Störungen. Es werden praktische Kommunikationsstrategien wie der LEAP-Ansatz vorgestellt, um trotz fehlender Krankheitseinsicht eine Beziehungsebene zu halten und Krisen sicher zu bewältigen. Zudem thematisiert die Folge die Notwendigkeit von Abgrenzung und Selbstfürsorge, um Schuldgefühle und Überforderung zu vermeiden. Ein besonderer Fokus liegt auf den langfristigen Auswirkungen für Familienmitglieder, der Gefahr der Parentifizierung bei Kindern sowie der entlastenden Bedeutung von Selbsthilfegruppen.

26 Jul. 2026
346-

Aufgewacht und bewegungsunfähig - Die Schlafparalyse

19 Jul. 2026
345-

Sonderfolge: Der Untergang der psychotherapeutischen Versorgung?

14 Jul. 2026