Der Podcast „Lästerschwestern“ befasst sich seit seinem Start im Jahr 2018 mit den Entwicklungen und Ereignissen innerhalb der deutschsprachigen und internationalen Internet- sowie Influencer-Kultur. Moderiert wird das Format von Robin Blase, einem erfahrenen YouTuber und Experten für Influencer-Marketing. Ursprünglich als Duo mit David Hain gestartet, hat sich das Konzept nach dessen Ausscheiden dahingehend gewandelt, dass Blase wöchentlich wechselnde Gäste aus der Medien- und Social-Media-Branche einlädt, um aktuelle Trends, Kontroversen und geschäftliche Entwicklungen zu analysieren.
Inhaltlich deckt die Produktion ein breites Spektrum ab, das von spezifischen Vorfällen in der YouTube- und Twitch-Szene über rechtliche Neuerungen im Bereich der Kennzeichnungspflicht bis hin zu gesellschaftspolitischen Debatten reicht, die ihren Ursprung in sozialen Netzwerken finden. Trotz des Titels, der eine oberflächliche Form der Unterhaltung suggeriert, zeichnet sich der Podcast durch eine fachliche Einordnung der Themen aus. Dabei kommen Branchenkenntnisse zur Anwendung, die Hintergründe zu Vermarktungsmechanismen, Algorithmen und der Ökonomie hinter der Content-Erstellung beleuchten.
Die Episoden erscheinen im wöchentlichen Rhythmus und folgen einem chronologischen Aufbau, bei dem die Schlagzeilen der vergangenen Tage besprochen werden. Durch die Einbindung unterschiedlicher Gast-Moderatoren, wie etwa Journalistinnen oder anderen Content-Creators, fließen regelmäßig verschiedene Perspektiven in die Diskussionen ein. Das Format fungiert somit als Dokumentation der digitalen Webkultur und richtet sich an ein Publikum, das an den Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie und den Akteuren hinter großen Online-Präsenzen interessiert ist. Die Distribution erfolgt plattformübergreifend, wobei der Fokus auf einer sachlichen Aufarbeitung von Phänomenen liegt, die oft über die Grenzen der digitalen Welt hinaus Wirkung zeigen.