Zusammenfassung der Episode
Eine plötzliche Erkrankung von Marianne Kohn durchkreuzte den Produktionsplan dieser Staffel. Die entstandene Lücke füllt diese Bonusfolge mit Geschichten, die in der chronologischen Erzählung keinen Platz fanden. Die reguläre dritte Episode erscheint am 28. Oktober. Das U4: In den 1980er-Jahren leitete Kohn das Personal im Meidlinger Club U4, dem damaligen Zentrum der Wiener Subkultur. Der Spitzname „Königin der Nacht“ gefällt ihr selbst nicht. Die Siebzigerjahre: Erste exklusive Bekleidungsgeschäfte wie Udo Prokschs Boutique Ariane veränderten die Stadt. Im Club Vanilla lernte Kohn den heutigen Strafverteidiger Rudolf Mayer kennen, den Vater ihrer Tochter Nicole. Die Kärntner Straße: Fußgängerzonen verabscheut sie. Sie erinnert sich lieber an die Zeit, als Autos die Kärntner Straße befuhren und zahlreiche Kaffeehäuser das Treiben prägten. Die Loos Bar: An ihrem fünfzigsten Geburtstag übernahm sie das Lokal, dessen Betrieb damals beinahe stillstand. Heute meidet sie Alkohol, bestellt Orangensaft mit Zitrone…
Eine plötzliche Erkrankung von Marianne Kohn durchkreuzte den Produktionsplan dieser Staffel. Die entstandene Lücke füllt diese Bonusfolge mit Geschichten, die in der chronologischen Erzählung keinen Platz fanden. Die reguläre dritte Episode erscheint am 28. Oktober. Das U4: In den 1980er-Jahren leitete Kohn das Personal im Meidlinger Club U4, dem damaligen Zentrum der Wiener Subkultur. Der Spitzname „Königin der Nacht“ gefällt ihr selbst nicht. Die Siebzigerjahre: Erste exklusive Bekleidungsgeschäfte wie Udo Prokschs Boutique Ariane veränderten die Stadt. Im Club Vanilla lernte Kohn den heutigen Strafverteidiger Rudolf Mayer kennen, den Vater ihrer Tochter Nicole. Die Kärntner Straße: Fußgängerzonen verabscheut sie. Sie erinnert sich lieber an die Zeit, als Autos die Kärntner Straße befuhren und zahlreiche Kaffeehäuser das Treiben prägten. Die Loos Bar: An ihrem fünfzigsten Geburtstag übernahm sie das Lokal, dessen Betrieb damals beinahe stillstand. Heute meidet sie Alkohol, bestellt Orangensaft mit Zitrone…
Folgen
Marianne Kohn - Bonusfolge
GehörtEine plötzliche Erkrankung von Marianne Kohn durchkreuzte den Produktionsplan dieser Staffel. Die entstandene Lücke füllt diese Bonusfolge mit Geschichten, die in der chronologischen Erzählung keinen Platz fanden. Die reguläre dritte Episode erscheint am 28. Oktober. Das U4: In den 1980er-Jahren leitete Kohn das Personal im Meidlinger Club U4, dem damaligen Zentrum der Wiener Subkultur. Der Spitzname „Königin der Nacht“ gefällt ihr selbst nicht. Die Siebzigerjahre: Erste exklusive Bekleidungsgeschäfte wie Udo Prokschs Boutique Ariane veränderten die Stadt. Im Club Vanilla lernte Kohn den heutigen Strafverteidiger Rudolf Mayer kennen, den Vater ihrer Tochter Nicole. Die Kärntner Straße: Fußgängerzonen verabscheut sie. Sie erinnert sich lieber an die Zeit, als Autos die Kärntner Straße befuhren und zahlreiche Kaffeehäuser das Treiben prägten. Die Loos Bar: An ihrem fünfzigsten Geburtstag übernahm sie das Lokal, dessen Betrieb damals beinahe stillstand. Heute meidet sie Alkohol, bestellt Orangensaft mit Zitrone…
Marianne Kohn - Einmal Rom und zurück (2/4)
GehörtIn der zweiten Folge der siebenten Staffel von „Lebende Legenden“ blickt Marianne Kohn, Patronin der Wiener Loos-Bar, auf ihre frühen Jahre im Nachkriegswien zurück. Am 27. Oktober 1945 geboren, verbrachte sie ihre Kindheit unter kargen Bedingungen im dritten Wiener Gemeindebezirk. Ihre Mutter entging als Jüdin der nationalsozialistischen Vernichtung knapp, während das Regime einen Großteil der Verwandtschaft ermordete. Der Dramaturg Marcel Prawy führte seine Stieftochter an das Musiktheater heran, ehe Kohn das beengte Österreich verließ, um in den Filmstudios der römischen Cinecittà zu arbeiten. Trümmer und Theater: Die Familie bewohnte in der Reisnerstraße eine winzige Wohnung mit Gangtoilette. Dank ihres Stiefvaters besuchte das zehnjährige Mädchen 1955 die Eröffnung der wiederaufgebauten Wiener Staatsoper. Filmriss und Flucht: Nach dem vorzeitigen Schulabbruch verdingte sie sich als Cutterin in den Wiener Rosenhügel-Studios. In den 1960er-Jahren übersiedelte sie nach Rom und fand ohne Sprachkenntnisse…
Marianne Kohn - Königin der Nacht (1/4)
GehörtSeit einem halben Jahrhundert prägt Marianne Kohn das Wiener Nachtleben. In der ersten Folge der siebenten Staffel schildert die Leiterin der Loos Bar ihre gastronomischen Anfänge. Ihre Erzählung setzt in den frühen 1970er-Jahren an der Ecke Neubaugasse und Mariahilfer Straße gegenüber dem Underground-Club Camera ein. Wenig später macht sie die Garderobe im 1973 eröffneten Lokal Motto. Das Lokal von Franz Thell bietet der Schwulenszene einen Treffpunkt und zieht rasch internationale Gäste wie Rudolf Nurejew und Helmut Berger an. Ihren ersten Dienst hinter der Schank versieht sie im Lokal Schoko. Dort bestellt der Musiker Wolfgang Ambros bei ihr Tequila mit Zitrone. In den 1980er-Jahren zieht die Wiener Szene in die Diskothek „U4“ weiter. Kohn teilt das Personal ein, will Falco als Zechpreller anzeigen und und erlebt legendäre Konzerte wie jedes der Sade Adu bevor sie zum Weltstar wird. Und Andy Warhol überlässt ihr nach einer Begegnung ein Kuvert voll mit Kokain. Auch der Rennfahrer Niki Lauda zählt zu ihren…
Franz Vranitzky - Nicht mit Jörg Haider (4/4)
GehörtDie sechste Staffel des Podcasts Lebende Legenden widmet sich Franz Vranitzky, österreichischer Bundeskanzler von 1986 bis 1997. In der vierten und letzten Folge erzählt der 1937 in Wien geborene Sozialdemokrat von seinen elf Jahren an der Spitze der Republik Österreich: vom Aufstieg der FPÖ unter Jörg Haider, vom Fall des Eisernen Vorhangs, vom EU-Beitritt – und von seiner Frau Christine, mit der er seit 64 Jahren verheiratet ist. Innsbruck und Neuwahlen: Im Herbst 1986 stürzt Jörg Haider beim FPÖ-Parteitag in Innsbruck den liberalen Parteiobmann Norbert Steger – im Saal sind Sieg-Heil-Rufe zu hören. Bundeskanzler Franz Vranitzky, seit drei Monaten im Amt, beendet die Koalition mit der FPÖ und ruft Neuwahlen aus. Die SPÖ gewinnt mit gut 42 Prozent, es folgt die Koalition mit der ÖVP. Aus „Nicht mit Haider“ wird ein Grundsatz, den die Medien Vranitzky-Doktrin taufen und der die SPÖ bis heute prägt. Bolzenschneider und Eiserner Vorhang: Im Mai 1989 beginnt Ungarn, seinen Grenzzaun abzubauen. Am 27. Juni…
Franz Vranitzky - Der „Nadelstreifsozialist“ (3/4)
GehörtDie sechste Staffel des Podcasts Lebende Legenden widmet sich Franz Vranitzky, österreichischer Bundeskanzler von 1986 bis 1997. In der dritten Folge erzählt der 1937 in Wien geborene Sozialdemokrat von seinem Aufstieg: vom Sohn eines zeitweise arbeitslosen Eisengießers aus Favoriten zum Vorstand zweier Banken, zum Finanzminister – und ins Kanzleramt. Ziegelböhm und Kriegsheimkehrer: Im September 1945 spielt der siebenjährige Franz vor dem Haus, als ein Fremder mit Gehstock auf ihn zukommt: sein Vater, zu Fuß heimgekehrt aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Die Vorfahren der Vranitzkys kamen als böhmische Ziegelarbeiter nach Wien, „Ziegelböhm“ war ein Schimpfwort. Der Vater, Eisengießer und überzeugter Sozialdemokrat, verliert in der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre Arbeit und Unterstützung – und wird später in der deutschen Wehrmacht wegen seiner linken Einstellung nie befördert. Nationalbank und Ministerbüro: 1970 macht Bruno Kreiskys Finanzminister Hannes Androsch, erst 32, dem jungen Ökonomen aus der…