Zusammenfassung der Episode
ndloses Scrollen, Videos, die von selbst starten, emotionale Inhalte, die uns bei der Stange halten: Was Instagram, TikTok und Co so erfolgreich macht, bringt sie zunehmend in Bedrängnis. In den USA hat Meta einen Milliardenprozess gerade noch mit einem Vergleich abgewendet, und auch die EU nimmt das Design der großen Plattformen ins Visier. Doch sind Altersverbote wirklich die Lösung? Der Kommunikationswissenschaftler Hajo Boomgaarden von der Universität Wien hat Zweifel und eine andere Idee, wo man ansetzen sollte. Im Gespräch geht es darum, warum gerade Jugendliche so empfänglich für die Mechanismen der Plattformen sind und welche kleinen Änderungen viel bewirken könnten. Außerdem fragen wir, was aus dem „Social“ in Social Media geworden ist und ob soziale Medien unsere Demokratie jemals wieder stärken könnten, statt sie zu gefährden.
ndloses Scrollen, Videos, die von selbst starten, emotionale Inhalte, die uns bei der Stange halten: Was Instagram, TikTok und Co so erfolgreich macht, bringt sie zunehmend in Bedrängnis. In den USA hat Meta einen Milliardenprozess gerade noch mit einem Vergleich abgewendet, und auch die EU nimmt das Design der großen Plattformen ins Visier. Doch sind Altersverbote wirklich die Lösung? Der Kommunikationswissenschaftler Hajo Boomgaarden von der Universität Wien hat Zweifel und eine andere Idee, wo man ansetzen sollte. Im Gespräch geht es darum, warum gerade Jugendliche so empfänglich für die Mechanismen der Plattformen sind und welche kleinen Änderungen viel bewirken könnten. Außerdem fragen wir, was aus dem „Social“ in Social Media geworden ist und ob soziale Medien unsere Demokratie jemals wieder stärken könnten, statt sie zu gefährden.
Folgen
Wie Social Media aussehen könnte, das nicht süchtig macht
Gehörtndloses Scrollen, Videos, die von selbst starten, emotionale Inhalte, die uns bei der Stange halten: Was Instagram, TikTok und Co so erfolgreich macht, bringt sie zunehmend in Bedrängnis. In den USA hat Meta einen Milliardenprozess gerade noch mit einem Vergleich abgewendet, und auch die EU nimmt das Design der großen Plattformen ins Visier. Doch sind Altersverbote wirklich die Lösung? Der Kommunikationswissenschaftler Hajo Boomgaarden von der Universität Wien hat Zweifel und eine andere Idee, wo man ansetzen sollte. Im Gespräch geht es darum, warum gerade Jugendliche so empfänglich für die Mechanismen der Plattformen sind und welche kleinen Änderungen viel bewirken könnten. Außerdem fragen wir, was aus dem „Social“ in Social Media geworden ist und ob soziale Medien unsere Demokratie jemals wieder stärken könnten, statt sie zu gefährden.
Die Geschichte des Windkraftbetrügers Hendrik Holt
GehörtHendrik Holt, 36 Jahre alt und Sohn einer Unternehmerfamilie, ist einer der bekanntesten Betrüger Deutschlands. In den 2010er-Jahren verkaufte er Windparks an europäische Energiekonzerne. Allerdings: Die Genehmigungen für die Windräder waren gefälscht, die Projekte somit erfunden. Nach seiner Verhaftung mit Jahr 2020 verbüßte Holt seine Strafe zuletzt in einem Berliner Gefängnis, das er als Freigänger tagsüber regelmäßig verlassen durfte. Am 25. August kehrte er aber nicht ins Gefängnis zurück. Ende September wurde er schließlich auf seiner Flucht in Dubai gefasst. Wir sprechen über den Höhenflug und Fall des stets ausgezeichnet gekleideten Windkraft-Schwindlers.
Gefangen im Paralleluniversum: Wie uns alternative Medien bedrohen
GehörtMan stelle sich vor, es gäbe eine neue App auf dem Smartphone, mit der man per Knopfdruck eine Schleuse in ein Paralleluniversum öffnen könnte. In dieser Welt steht alles Kopf: Saubere Energie ist dort plötzlich dreckig. Russland ist darin kein Kriegstreiber mehr, sondern nur der nette Nachbar von nebenan. Der wahre Bösewicht ist die EU, kein Wirtschaftsmotor und keine Demokratie mehr, sondern eine Art heruntergewirtschaftete Diktatur. Und der Rekord-Hitzesommer von heuer war gar keiner, sondern es war alles ganz normal. Dieses Paralleluniversum kann man tatsächlich per Knopfdruck finden, nämlich auf rechten Internetportalen. Medienethiker Luis Paulitsch von der Datum-Stiftung für Journalismus und Demokratie ist tief in sie eingetaucht, um dieses Terrain zu erforschen. Im Vorjahr hat er das Buch "Alternative Medien" veröffentlicht, im Sommer arbeitete er in einem Fachartikel heraus, mit welchen Tricks diese Webseiten Klimaskepsis in der Gesellschaft befeuern wollen. Im Podcast berichtet Paulitsch, welche…
Lernen wir aus dem Hitzesommer?
GehörtDie Luft glüht, selbst die Nächte bringen keine Abkühlung mehr: Im diesjährigen Sommer war der Klimawandel für die meisten im Land körperlich spürbar. Führt das zu einem Umdenken beim Klimaschutz – oder bleibt es folgenlos? Das ist Thema der heutigen Folge von Edition Zukunft mit Thomas Brudermann, einem Umweltpsychologen und Nachhaltigkeitsforscher. Er spricht darüber, ob uns die Erfahrung des Hitzesommers womöglich dazu motiviert, umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen, ob extreme Temperaturen politische Weichen stellen können – und was von alledem im Herbst übrig bleibt.
Wie viel KI braucht die Schule der Zukunft?
GehörtSeit ChatGPT vor knapp vier Jahren die Klassenzimmer erreicht hat, steht die Schule vor einer Frage, auf die es noch keine fertige Antwort gibt: Wie unterrichtet man, wenn Maschinen mühelos Aufsätze schreiben, Gleichungen lösen und Präsentationen erstellen können? Bernhard Gmeiner, AHS-Lehrer für Englisch und Geografie in Wien, war von Anfang an mittendrin und beobachtet seither, wie erfinderisch Jugendliche mit KI-Tools umgehen – oft lange bevor Lehrpersonen und Bildungspolitik reagieren. Im Podcast erklärt Gmeiner, warum Lehrkräfte keine Detektive sein sollten, die KI-Texte aufspüren, sondern warum sich Prüfungsformate grundlegend ändern müssen. Er spricht darüber, ob Chatbots für Minderjährige bald ähnlich reguliert werden könnten wie Social Media. Und er macht klar: KI in der Schule darf nicht heißen, junge Menschen zu professionellen Konsumentinnen und Konsumenten der großen Tech-Konzerne zu erziehen. Bernhard Gmeiners STANDARD-Blog: https://www.derstandard.at/inland/bildung/ki-im-klassenzimmer