Der ADHS Family Podcast wird von der österreichischen ADHS-Expertin Anna-Maria Sanders moderiert und richtet sich primär an Eltern sowie Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS). Das Format verfolgt einen edukativen Ansatz und zielt darauf ab, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praktische Hilfestellungen für den Familienalltag zugänglich zu machen. Die inhaltliche Ausrichtung umfasst ein breites Spektrum an Themen, die von der neurobiologischen Forschung über medikamentöse und alternative Therapieansätze bis hin zu pädagogischen Strategien für den Schul- und Hausaufgabenkontext reichen.
Die Episoden gliedern sich in unterschiedliche Kategorien. In regelmäßigen Abständen führt Sanders Interviews mit Fachkräften aus der Medizin, Psychologie und Pädagogik sowie mit Betroffenen, um verschiedene Perspektiven auf das Leben mit Neurodiversität zu beleuchten. Ein wesentlicher Bestandteil der Berichterstattung ist die Vermittlung von Techniken zur emotionalen Regulation und zur Stärkung der Eltern-Kind-Bindung. Dabei wird ein ressourcenorientierter Blickwinkel eingenommen, der die individuellen Stärken der betroffenen Kinder betont, ohne die täglichen Belastungen der Erziehungsberechtigten auszuklammern.
Neben fachspezifischen Diskussionen bietet der Podcast konkrete Alltagshilfen, etwa zur Strukturierung des Tagesablaufs oder zum Umgang mit Konfliktsituationen. Die Hostess greift dabei auf ihre Erfahrung als Coach zurück und integriert aktuelle Trends und Studienergebnisse in die regelmäßig erscheinenden Folgen. Die Plattform hinter dem Podcast, adhshilfe.net, dient als ergänzendes Informationsportal, das weiterführende Kurse und Materialien bereitstellt. Das Medium fungiert somit als Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und angewandter Erziehungshilfe im deutschsprachigen Raum. Durch die sachliche Aufarbeitung komplexer Sachverhalte unterstützt das Format die Entstigmatisierung der Diagnose und fördert das Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse neurodivergenter Familienmitglieder.