Mord im Pott ist ein True-Crime-Format, das sich auf Kriminalfälle aus der Metropolregion Ruhr konzentriert. Der Podcast wird von den Radiojournalistinnen Selina Stolze, Selina Wilson und Jacqueline Schlüsener moderiert und erscheint in einem vierwöchigen Rhythmus. Die Produktion erfolgt durch audiowest, ein Medienunternehmen, das eng mit lokalen Radiosendern wie Radio 91.2 in Dortmund verknüpft ist.
Inhaltlich schließt das Format die Lücke zwischen der tagesaktuellen Kurznachricht und der investigativen Langzeitrecherche. Während die journalistische Arbeit im Radio oft durch Zeitvorgaben begrenzt ist, bietet der Podcast die Möglichkeit, komplexe Kriminalfälle detailliert aufzuarbeiten. Die Moderatorinnen nutzen ihren beruflichen Hintergrund, um Einblicke hinter die Kulissen der Polizeiarbeit und der Justiz zu gewähren. Dabei werden sowohl aktuelle Fahndungserfolge als auch spektakuläre Fälle aus der Region thematisiert, die überregionale Bekanntheit erlangt haben.
Ein wesentlicher Bestandteil der Episoden ist die Rekonstruktion von Tathergängen sowie die Analyse forensischer Ermittlungsmethoden. Behandelt wurden in der Vergangenheit unter anderem Fälle wie die Verbrechen von Marcel H. oder der langjährige ungeklärte Mordfall Nicole Denise Schalla, dessen Aufklärung erst nach Jahrzehnten durch minimale DNA-Spuren gelang. Die Darstellung folgt einem sachlichen, journalistischen Ansatz, der die Fakten in den Vordergrund stellt und auf reißerische Elemente verzichtet.
Der Podcast richtet sich an ein Publikum, das Interesse an regionaler Kriminalgeschichte und den spezifischen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Ruhrgebiets hat. Durch die fundierte Recherche und die Einordnung der Fälle in den lokalen Kontext bietet das Format eine informative Aufbereitung von Ereignissen, die die Sicherheitslage und das öffentliche Empfinden in Nordrhein-Westfalen geprägt haben. Die Episoden sind über die Webseiten der beteiligten Lokalradios sowie über gängige Streaming-Plattformen zugänglich.